Utopien anno 88

16. Oktober 2011 um 3:42 | In Publikationen | Kommentare deaktiviert für Utopien anno 88 | Tags: , , ,

Weil ich wieder das Gefühl habe, dass es irgendwie passt, ein weiteres Fragment aus meinem 1988 entstandenen utopischen Roman „Allianz Eirene“ – sieht so aus, als müsste ich dem doch mal ein eigenes Blog widmen und ihn dort Kapitel für Kapitel veröffentlichen, wenn ihr mit den Perry-Rhodan-Elementen leben könnt.

23 Jahre später ist mir die Lektüre in manchen Abschnitten unheimlich – nicht nur deshalb, weil sie mir vor Augen führt, dass auch 1988 nicht eitel Freude und Sonnenschein herrschte, auch wenn von einer globalen Finanzkrise weit und breit nichts zu sehen war.
Hier weiterlesen: Utopien anno 88 …

Gutes Webdesign:
FactCheck.org

5. Oktober 2009 um 15:05 | In Technik | Kommentare deaktiviert für Gutes Webdesign:
FactCheck.org
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Mal wieder eine Webdesign-Empfehlung: FactCheck.org präsentiert Inhalte klar, übersichtlich und grafisch hochwertig.

Nebenbei ist die Site auch so sehr interessant, weil hier Wissenschaftler und Journalisten der Universität von Pennsylvania auf Anfrage aktuelle Fragen aufgreifen, beantworten und mit klar überprüfbaren Quellen belegen. (via Heise TP)

Sterben fürs Wahlrecht: „Das Privileg der Stimme“

26. September 2009 um 16:14 | In Pitu | Kommentare deaktiviert für Sterben fürs Wahlrecht: „Das Privileg der Stimme“ | Tags: , ,

Unter dem Titel „Das Privileg der Stimme“ steht auf Seite 3 des Münchner Merkur (leider nicht online) ein ausführlicher Artikel über die Geschichte des Wahlrechts, das unter Einsatz von Leib und Leben erkämpft wurde. 1904 verzichteten beispielsweise Tuberkulosekranke, die sich eine ärztliche Behandlung nicht leisten konnten, darauf, die Armenkasse in Anspruch zu nehmen, um sich behandeln zu lassen, weil Empfänger von Armenhilfe nicht wählen durften. (Soviel übrigens zum kürzlich mal wieder aufgetauchten kruden Vorschlag des RCDS-Vorsitzenden Ludewig, ein Wahlrecht nur für Leistungsträger einzuführen!)

Diese Menschen nahmen in Kauf, an der unbehandelten Krankheit zu sterben, weil sie wählen wollten!!

Und die Suffragette Emily Davison warf sich 1913 auf einer Rennbahn vor das Pferd von Georg V., um für das Wahlrecht zu demonstrieren – was sie nicht überlebte. Erst 15 Jahre später durften in England alle volljährigen Frauen wählen.

Nein, das Wahlrecht ist nicht selbstverständlich, viele Menschen sind dafür gestorben. Gestorben! Das kann man sich heute kaum noch vorstellen.

Insofern sehe ich in unserem Wahlrecht wirklich eine Pflicht, und zwar eine moralische. Es gibt genug Auswahl, wenn man mal näher hinschaut – kein Mensch hat gesagt, dass man nur die großen Parteien wählen darf, es gibt sogar jede Menge parteilose Direktkandidaten. Jeder Anfang ist klein.

Bundestagswahl 2009: Wen wählen?

26. September 2009 um 15:27 | In Pitu | Kommentare deaktiviert für Bundestagswahl 2009: Wen wählen? | Tags: , , ,

Und nochmal Wahlhilfe: Nach Angabe des Wohnortes kann man auf Bundestagswahl 2009: WEN WÄHLEN? Alle Kandidaten und persönlicher Kandidatenvergleich anhand von Schwerpunkten und Parteithesen herausfinden, mit welchen Parteien, die im Heimatwahlkreis zur Wahl stehen und Daten für die Umfrage verfügbar gemacht haben, die maximale Übereinstimmung besteht. Gefällt mir fast besser als der Klassiker Wahl-O-Mat, der aber in der Aufzählung auch nicht fehlen sollte.

Lesebefehl: No we can’t — Der Freitag

24. September 2009 um 16:59 | In Pitu | Kommentare deaktiviert für Lesebefehl: No we can’t — Der Freitag | Tags: , , ,

Ein großartiger Artikel im „Freitag“ darüber, warum es der SPD nicht gelungen ist, Obamas Online-Wahlkampf erfolgreich nachzuahmen: No we can’t — Der Freitag. So muss Journalismus aussehen!

Stoppschild für StudiVZ, Facebook & Co.?

20. Mai 2009 um 23:43 | In Pitu, Technik | 2 Kommentare | Tags:

Eben lief im NDR eine sehr gute Folge der Sendung „Zapp“ zum Thema Heftige Proteste gegen Sperrungen im Internet. Leider habe ich den Anfang nicht mitbekommen, aber auf der Archivseite sind sicher bald Informationen zu finden, und außerdem wird die Sendung am Do und Fr wiederholt. (Nachtrag: Sendung ist jetzt online!)

Was leider viel zu selten erwähnt wird, hier aber gut thematisiert wurde: nicht nur tatsächliche KiPo-Server könnten auf den Sperrlisten landen, sondern ganz harmlose Angebote wie StudiVZ, Facebook, Flickr, ipernity, YouTube, Twitter, Websites von Zeitungen, Foren – im Grunde jedes Webangebot, in dem Nutzer Medieninhalte und/oder Links publizieren können. Auch Webmaildienste müssten im Grunde auf diesem Index landen, weil sie alle potentielle Trägermedien sind – eine „infizierte“ Mail würde schon genügen.

In letzter Konsequenz würde das das gleiche bedeuten, was jetzt schon bei vielen Blogs Usus ist: Publikation nur noch nach Moderation, was de facto der Tod von Web 2.0 und die Abtreibung von Web 3.0, so wie wir es uns momentan noch vorstellen, wäre.

Und selbst Moderation von Links würde nicht genügen – wer garantiert dem freischaltenden Redakteur, dass ein heute noch harmloser Link morgen nicht zu illegalen Inhalten führt?

Wenn es nicht reicht, dass der Verursacher (in dem Fall der Betreiber der illegalen Website, zu der verlinkt wird, der ganz genau weiß, was er tut) zur Verantwortung gezogen wird, sondern jede Menge Ahnungslose als Kollateralschäden mit ins Fangnetz geraten, können wir das Web, so wie es eigentlich gedacht war, vergessen. Dann wird es zur pseudo-interaktiven schwarzen Glotze, in der sich Interaktivität darauf beschränkt, per Mausklick abstimmen zu dürfen, wen wir als „next Topmodel“ oder „Superstar“ haben wollen.

Übertreibe ich? Hoffentlich ja.

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