Ihr wünscht, ich blogge, Teil 9: Mein Internet und ich

2. November 2011 um 7:50 | In Pitu | 2 Kommentare | Tags: , ,

Ja, ich weiß, eigentlich ist Nr. 6 an der Reihe. Aber mit Nr. 6, 7 und 8 tue ich mich gerade schwer, und bevor ich ALLES vor mir herschiebe, rolle ich das Feld ausnahmsweise mal von hinten auf und fange mit dem Thema an, das Claudia mir zugeworfen hat – nachdem sie vor ein paar Wochen schon mal enttäuscht nachfragte.

Es lag wirklich nicht am Thema – und läge es am Thema, hätte ich was dazu gesagt und erklärt, warum ich nichts dazu schreiben kann. Also – here we go:

Ein Wunsch von Claudia Klinger, via Kommentar im Blog:

Wunschthema: Mein Internet und Ich:-)

Kommentar by Claudia — 11. Juli 2011

„Mein Internet“… gibt es das überhaupt? Es ist ja nicht meines, es ist unser aller Internet. Obwohl ich das „mein“ verwendete, als ich vor einer Weile twitterte: „Das Netz ist mein New York.“

Denn nachts, wenn es still ist, wenn der Nachtarbeiter gegen die Deadline anschreibt und alles ringsherum schläft und man sich in dem Moment den Presslufthammer herwünscht, der in der Nachtbaustelle in New York die Straße aufriss, damals im September 1997 am Broadway in der James-Dean-Suite im „Iroquois“, die ich mir mit drei Frauen teilte, die ich über das Netz kennengelernt und noch nie zuvor gesehen hatte, während der Verkehr und die Menschenmassen durch die Nacht wogten, öffne ich die Türen zu den Social Networks und höre das Rauschen der Statusmeldungen wie Blätter in den Bäumen, lese die Gedanken der anderen Nachteulen und weiß: ich bin nicht allein, und es ist nicht mein Netz, es ist unser Netz, und das da draußen sind nicht nur Buchstaben, es sind Gedanken, und dahinter stehen Menschen.

Das ist „mein“ Internet: eine Tür, die ich jederzeit aufstoßen kann, um einen Raum zu betreten, in dem immer, zu jeder Zeit und an jedem Ort, Menschen anzutreffen sind, immer ein Gesprächspartner verfügbar ist. Und das hat etwas Tröstliches. Ohne dieses Netz wäre es gerade nachts manchmal viel zu still.

Ruhrbarone zum Internet-Manifest

9. September 2009 um 0:55 | In Limette | Kommentare deaktiviert für Ruhrbarone zum Internet-Manifest | Tags: ,

David Schraven hat auf Ruhrbarone.de zum Thema „Internet-Manifest“ einen so guten Artikel geschrieben, der die Kerngedanken, die ich zu dem Thema hatte, so schön zusammenfasst, dass ich zu dem Thema nicht mehr als diesen Link beitragen muss: Getretener Quark wird breit, nicht hart » ruhrbarone.

Nachtrag: In „Beves Welt“ ist eine sehr schöne Alternative zu finden. :-)

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