Energiesparlampen und Elektrosmog
Oktober 27, 2007 um 10:19 pm | In Technik | 3 Kommentare |Heute fiel mir wieder mal mein “E-Smog-Scout” in die Hände, ein kleines Gerät, mit dem man Elektrosmog akustisch und optisch messen kann. Beispielsweise lärmt es los, wenn man es gegen einen eingeschalteten CRT-Monitor hält und verhält sich an LCD-Monitoren ruhig. Neugierdehalber hielt ich es dann mal an meine Energiesparlampe, die mich schon länger durch ein sirrendes Geräusch stört. Der Scout röhrte los, noch lauter als kurz vorher am Aktivlautsprecher.
Auch die andere, größere Energiesparlampe in der Stehlampe brachte das gleiche Ergebnis. Bei einer herkömmlichen Glühbirne hingegen: Ruhe. Darauf suchte ich ein bisschen im Netz und fand einige Quellen, die die Vermutung, dass Energiesparlampen Elektrosmog erzeugen, stützen, z. B. hier: Energiesparlampen erzeugen Elektrosmog. Es gibt zwar auch Quellen, die behaupten, das stimme nicht bzw. sei vernachlässigbar gering – ich verlasse mich da lieber auf meinen Kopf, und der meldete ein Nachlassen der Kopfschmerzen, nachdem ich die Energiesparbirne am Schreibtisch in Kopfnähe durch eine herkömmliche Glühlampe ersetzt hatte. Siehe dazu auch Heise. Siehe auch hier einen Blogeintrag zum Thema. Und damit auch die andere Seite gehört wird, hier auch noch eine Argumentation pro Energiesparlampen.
P.S.: Hier noch eine Stellungnahme von Baubiologen.
Verwandte Beiträge:
- Most Wanted: Die Caipi-Beitrags-Hitliste Welche Beiträge werden im Caipi-Blog am meisten aufgerufen? Hier die...
- Hier bleibt das Licht an!! Tolle Aktion, die da heute um 20:00 Uhr stattfinden soll...
- EU-Verbot von Glühbirnen – das Aus für die Lavalampe? Es wird ernst: ab 2012 sollen herkömmliche Glühbirnen EU-weit nicht...
3 Kommentare
Sorry, Kommentare sind derzeit nicht möglich.
Powered by WordPress with Pool theme design by Borja Fernandez, modified by limone.
Entries and comments feeds.
Valid XHTML and CSS. ^Top^



Hallo Olivia,
ich habe zum Glück keine Beschwerden durch meine Energiespar-Schreibtischlampe, aber das Problem kann ich durchaus nachvollziehen.
Ein Hauptgrund ist sicher das altbekannte Problem: nicht nur die Forschung, wie die Strahlung zu verringern ist, kostet Geld, sondern auch die Umsetzung. Bei einer Energiesparlampe, die für 1,95 Euro beim Baumarkt auf dem Wühltisch liegt, sind auch 0.1Cent zu viel. Wenn schon unsere Industrie (und auch die Kunden) bei so teuren Luxusgütern wie Autos nicht bereit ist, die wenigen Cent oder Euro mehr für vernünftige Umwelttechnik (Rußfilter serienmäßig) zu zahlen, wie sollte das bei solchen Billigprodukten gehen?
Nebenbei sind es nicht nur Energiesparlampen: auch elektronische Halogen”trafos” erzeugen ordentlich Elektrosmog, nur sieht man es da nicht so deutlich wie bei den Energiesparlampen, was für ein Ding da eingebaut ist. (Um es ganz kompliziert zu machen sind vermutlich die nicht-elektronischen Energiesparlampen ungefähr genauso schlimm in der Produktion von Elektrosmog wie ihre elektronischen Kollegen, nur in anderem Frequenzbereich.)
Gruß,
Wolfgang
Kommentar by Wolfgang — 28. Oktober 2007 #
hallo wolfgang,
danke für deinen kommentar!
die bewusste energiesparlampe ist von IK*A, wo sie zugegebenermaßen sehr preisgünstig ist. ich denke, dass genau aus dem grund viele leute da zuschlagen. wobei, bei meiner recherche kam heraus, dass auch bei den teureren lampen nur sehr wenige wirklich so gut verarbeitet sind, wie es offenbar nötig wäre.
hast du bei deiner schreibtischlampe mal nachgemessen?
den verdacht betr. halogentrafos hatte ich auch…
Kommentar by limone — 28. Oktober 2007 #
Hallo Olivia,
nachgemessen habe ich nicht, aber da dort die Elektronik einer “normalen” Energiesparlampe drin ist (erst von einer uralten Osram, jetzt von Philips – ist ein Eigenumbau), wird es kein großer Unterschied sein. Die Röhre selbst ist eine GE “2D”, daher könnte durch die größere umschlossene Fläche die Abstrahlung vielleicht noch stärker sein. Aber durch die flache Ausrichtung gleicht es sich vielleicht wieder etwas aus, und die Strahlenkeule trifft die Tischplatte.
Die Verarbeitung der Lampen kann ich nicht so recht beurteilen, ich bemerke nur eine relativ hohe Ausfallrate sowohl hier als auch bei meinen Eltern, auch bei Lampen, die nicht häufig benutzt und selten geschaltet werden.
Allerdings sind solche Lampen (bzw. die Elektronik dazu) auch eine Wissenschaft für sich, inwieweit beim Konzept “Leuchtstofflampe” überhaupt eine Verringerung der EMV ohne andere Nachteile möglich ist, weiß ich nicht.
Gruß,
Wolfgang
Kommentar by Wolfgang — 28. Oktober 2007 #