Stromsparen und Selbstversorger

21. Oktober 2007 um 22:42 | In Technik | 2 Kommentare |

Irgendwann Anfang der 80er fragte ich, ob man das Energieproblem nicht lösen könnte, indem jeder seinen eigenen Generator betreibt. Ich wurde mitleidig belächelt. Inzwischen scheint genau das in Mode zu kommen: Hier werden Stromsparer vorgestellt, darunter eine Familie, die ihren Eigenbedarf mit Hilfe eines eigenen Generators und selbst hergestellten Solarstroms deckt. Und Sebastian Schuster, der ebenfalls Strom-Selbstversorger ist, wird gerade in der ARD vorgestellt.

Mein eigener Stromverbrauch liegt inzwischen trotz EDV-Ausstattung bei ca. 70 kwH/Monat, das ist ein Viertel von dem, was ich früher in der größeren Wohnung verbraucht habe (in Frankfurt betrug meine monatliche Stromrechnung noch gruselige 60 Euro). Keine Waschmaschine (die gibt es gegen Waschmünzen im Keller), keine Spülmaschine, kein Wäschetrockner (auch im Keller, durch Balkon brauche ich den aber gar nicht mehr), kein Gefrierschrank, kein Backofen, keine elektrische Warmwasserbereitung – das macht sich bemerkbar. Und wenn ich jetzt noch den Stromspartipp von Ulrich Schäfer aus dem ersten Link befolge und in den Wintermonaten den Balkon als Kühlschrank benutze, habe ich nicht nur ruhigere Nächte, weil ich den Kühlschrank nicht mehr höre, ich habe nochmal Strom gespart.

Weitere Stromsparmaßnahmen: Trafos (von DSL-Router, tragbaren Telefonen o. ä.) stecke ich aus, wenn ich die Geräte nicht benutze bzw. bei den Telefonen, wenn ich schlafe oder nicht zuhause bin. Die Stereoanlage bekommt nur Strom, wenn ich sie benutze, außerdem habe ich bei den “Dauerbrennern” nur Energiesparlampen in Betrieb. Bei Lampen, die nur kurz eingeschaltet werden (z. B. im Hausflur oder Bad) lohnen sich Energiesparlampen nicht, wie ich gelesen hab, da habe ich konventionelle Glühbirnen. CRT-Monitore habe ich komplett abgeschafft, hier gibt es nur noch TFT (auch keinen Röhren-Fernseher mehr, das läuft über einen Computer-TFT mit).

Und seit ich auch Wasser spare (sprich: die Stoptaste an der Klospülung fleißig benutze), zahle ich da ebenfalls deutlich weniger. Heizkosten sind auch nicht hoch, da die Wohnung durch die vielen Nachbarn bereits eine ausreichende Grundtemperatur hat und weniger geheizt werden muss, als ich das von früheren Wohnungen gewöhnt bin.

Mit wachsenden Energiekosten wird es immer wichtiger, Wohnungen auf niedrige Nebenkosten zu prüfen – da kann eine Wohnung mit etwas höherer Grundmiete, aber dafür weit niedrigeren Verbrauchskosten günstiger sein.

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2 Kommentare

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  1. Das mit dem Futter auf dem Balkon mag sich ja ganz nett anhoeren, ist aber kaum praktikabel. Zumindest nicht fuer mich. So oft, wie ich am Kuehlschrank bin – da muesste ich dauernd auf den Balkon, es kaeme kalte Luft rein und meine Heizkosten wuerden dramatisch steigen. Und dann immer aufpassen, dass die Temperaturen nicht doch mal auf zehn Grad oder mehr gehen. Ist die letzten Winter ja immer mal wieder vorgekommen…

    Daniel.

    P.S. Ach ja, und fuer Familien eignet sich das noch weniger. Die haetten auf dem Balkon zig Kisten, Taschen und Tueten rumstehen … und ohne Gefrierschrank muss Mami wahrscheinlich jeden Tag einkaufen. Auch nicht so doll…

    Kommentar by Daniel — 25. Oktober 2007 #

  2. für familien sehe ich es auch eher als schwierig, aber für mich werde ich es mal testen – ich reiße sowieso regelmäßig die balkontür zum lüften auf, das haus ist so warm, dass man wenig heizen muss. persönlich begeistert mich dabei eher die aussicht, wenigstens ein paar monate ruhe vor dem kühlschrank zu haben. ;-) auch wenn der in der neuen wohnung schon mal weniger lärmt als der in der alten… und ich hab so wenig im kühlschrank, was wirklich regelmäßig gebraucht wird, dass sich das schon lohnen könnte.

    ich vermisse das gefrierfach gar nicht – außer wenn ich mal gern ein bisschen speiseeis zuhause hätte. ansonsten gibt es genug supermärkte in fußreichweite, die bis 22h geöffnet haben. wie gesagt: bei familien sieht das sicher noch anders aus…

    Kommentar by limone — 25. Oktober 2007 #

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