Cover-Stöckchen
13. Oktober 2006 um 0:33 | In Glas | 8 Kommentare |So, liebe Jacky, lang hast du warten müssen, aber endlich sind mir Antworten eingefallen, und die “50 Jahre Bravo”-Show war eine große Hilfe. ![]()
1. Stelle drei Cover-Versionen vor, die Du richtig klasse findest. Wieso sind die so gut? Wie stehst Du zum Original?
Erst fiel mir nur eines ein, dann fünf, also fünf:
1. Strange 5: “Always take the weather with you”
Ich habe den Song zuerst als Cover gehört, der Original-Interpret (Crowded House) ist mir gar kein Begriff, ich bin durch das Cover geprägt. Strange 5 macht wunderbaren Acoustic-Rock und hat eine großartige Sängerin. Vor ein paar Jahren hat das dann noch jemand anderes, ziemlich Bekanntes gecovert, aber mir fällt gerade der Name nicht ein, und das hat mir dann auch nicht mehr so gefallen.
2. YoYo Ma: “Simply Baroque” Bach-Klassiker (und noch ein paar andere) mit dem Cello, auf die Idee muss man auch erstmal kommen. Und es funktioniert! “Sei Lob und Preis mit Ehren” (BWV 167) ist mein absoluter Favorit, könnte ich immer wieder hören, macht leichte, gute Laune. Ich kenne die meisten Sachen aus der Kirchenmusiker-Perspektive (Chor), und das Cello gibt ihnen eine neue Bedeutung.
3. Robbie Williams: “One for my baby, and one more for the road” aus der “Swing when you are winning”-CD. Ich liebe die ganze CD, aber diesen Song ganz besonders. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich dabei immer wieder zurückgebeamt werde auf die Autobahn zwischen Landsberg und FFB, bei heftigem Schneefall in einer Winternacht, der eine Maximalgeschwindigkeit von 40 km/h vorschrieb und den Wagen zu den Klängen dieses Songs wie ein Schiff auf dem Schnee dahingleiten ließ. Seitdem kann ich mit dem Song immer wieder diese entrückte Stimmung heraufbeschwören.
4. Sandrina Sedona: “Calling you”. Ich liebe das Original aus dem “Out of Rosenheim”-Soundtrack immer noch heiß und innig, aber Sandrina hat das Kunststück geschafft, eine völlig andere, aber nicht minder schöne Version zu liefern. Sie lässt sich dabei vom Klavier begleiten, was dem Song einen neuen, aber ebenfalls interessanten Charakter verleiht.
5. Extrabreit + Hildegard Knef: “Für mich soll’s rote Rosen regnen” Gefällt mir besser als das Original, weil mehr Pep drin ist (macht es “aktueller”), und besonders gut finde ich, dass Hildegard Knef auch im Remake dabei ist.
2. Welche Cover findest Du unnötig, nervtötend, ja vielleicht sogar beleidigend?
Marusha: “Somewhere over the Rainbow” Einfach grauenhaft, wie sie das wunderbare Lied von Judy Garland durch den Techno-Wolf gedreht hat.
Geri Halliwell: “It’s raining men” Geri nehme ich die Aussage nicht ab, die passt zu den Weather Girls einfach besser, und leider wird heute fast nur noch Geris Version im Radio gespielt und hat damit das sehr gute Original verdrängt.
Mit etwas Nachdenken würden mir vielleicht noch mehr einfallen, aber grauenerregende Cover habe ich aus naheliegenden Gründen nicht in meiner CD-Sammlung und verdränge sie möglichst schnell wieder.
3. Cover, die die Welt BRAUCHT! Wer sollte mal einen bestimmten Song covern?
Nina Hagen sollte sich mal mit “Somewhere over the rainbow” befassen, da erwarte ich Besseres als von Marusha.
(Ach so, sie hat ja schon!)
Ich bin da nicht so festgelegt. Jedes Cover ist mir willkommen, sofern man merkt, dass der Musiker sich Gedanken über das Lied gemacht hat und nicht einfach nur lieblos irgendeine Beat-Soße drüberklatscht und sich an den großen Namen des Originals hängt. Guildo Horn könnte mal wieder was bringen, dessen Interpretation des Bach-Liedes “Willst du dein Herz mir schenken” hat mich sehr positiv überrascht.
4. Hosen runter: Welche Songs “coverst” Du am liebsten, wenn Du Dich allein wähnst?
Sowas wie “Somewhere over the rainbow” *g* Oder aktuell “Left outside alone” von Anastacia, habe ich vor zwei Jahren mit einer Kollegen-Band geprobt, sozusagen auf Vorrat, weil es jetzt gerade so schön passen würde. “Hole Hearted” von Extreme singe ich aber auch sehr gern und immer wieder. Oder “Guildo hat euch lieb”, heitert immer wieder gut auf.
5. Wem wirfst du dieses Stöckchen zu und was erwartest du Dir?
The Renitenz, damit er nicht immer nur über seinen schrecklichen Büroalltag nachdenken muss, Tina, weil ich über ihren Musikgeschmack noch nicht wirklich viel weiß und Emily, mit der gleichen Begründung. Was ich mir erwarte? Ein paar neue musikalische Anregungen.
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