Fels in der Brandung
November 30, 2005 um 10:47 pm | In Pitu, Publikationen | Kommentare deaktiviert |Nach langen Jahren Pause ein neues Gedicht, das kurz vor dem Einschlafen den Weg zu mir fand. (Songtexte zählen nicht, und von denen ist der letzte auch schon neun Jahre alt.)
Fels in der Brandung
Ein Fels in der Brandung,
sagten sie.
Unerschütterlich,
unverwundbar.
Doch tief
und schmerzhaft
steckte der Speer
im Bauch des Wales.
© 11/05 SKYWALKER
Luftbrücke
November 27, 2005 um 9:37 pm | In Pitu | Kommentare deaktiviert |in sat1 läuft gerade der film “die luftbrücke” und veranlasst mich dazu, mich mittels wikipedia ein wenig intensiver mit dem thema auseinanderzusetzen. unter anderem sehe ich da auch das luftbrückendenkmal, an dem ich auf der achse frankfurt-darmstadt zweieinhalb jahre lang täglich vorbeigefahren bin. ich bin sicher, wir hatten das in der schule in geschichte auch, aber zum abitur hin wurde plötzlich die zeit knapp, so dass der unterricht nach dem thema “ausbruch des 2. weltkriegs” nicht mehr sehr in die tiefe ging. man bekommt schon einen anderen zugang zum thema, wenn man es so bunt und menschlich illustriert sieht. der nächste plan ist, meine eltern zum thema nachkriegszeit zu interviewen und das diesmal auf md aufzunehmen, um es dann aufzuschreiben, damit das wissen erhalten bleibt. die persönlichen erinnerungen aus dieser zeit sind wertvoll und dürfen nicht verlorengehen, die zeitzeugen werden immer weniger.
Hier weiterlesen: Luftbrücke …
kumoon – chicken strikes back
November 26, 2005 um 6:35 pm | In Zucker | Kommentare deaktiviert |d-frag.de beschreibt sehr anschaulich ein niedliches geschicklichkeitsspiel, in dem ein küken mit gummigeschossen auf kisten ballert. *g* (via shopblogger.de)
Olivia @ 06:35 PM MEZ [Link]
random thoughts (family)
November 22, 2005 um 11:57 pm | In Pitu | Kommentare deaktiviert |mit zunehmendem alter und besonders bei geburtstagen kommt öfter der gedanke auf, was sein wird, wenn die eltern einmal nicht mehr sind und wie man mit dem “loch” im leben umgehen wird. vielleicht ist das bewusstsein der endlichkeit das, was das alter am stärksten von der jugend unterscheidet. mit jedem jahr geht die reise schneller, und die begleiter werden weniger. ist die “was wird sein”-frage leichter zu beantworten, wenn man selbst familie hat, kinder, und das gefühl, “nach mir geht es auch weiter”? oder auch, wenn man in einen großen clan eingebunden ist? das gefühl, teil eines großen stroms zu sein, fehlt, wenn alles, was nach dir selbst kommt, nichts ist. auch wenn noch ein paar jahrzehnte zeit bleibt – im besten fall. im schlechtesten kann es schon morgen auf der autobahn zu ende sein. und in dem bewusstsein, dass lebenszeit ein endliches gut ist, wird sie gleichzeitig zum kostbarsten, und geld kein luxus, sondern zeit, und der satz “zeit ist geld” bekommt eine neue bedeutung.
res novae
November 17, 2005 um 11:01 pm | In Pitu | Kommentare deaktiviert |“res novae”, also Neuerungen, war bei den alten Römern ein semantisch negativ belegter Ausdruck. Res novae wurden grundsätzlich erst einmal misstrauisch beäugt. Aus eigener Lebenserfahrung muss ich inzwischen sagen: zu Recht. Ich habe bisher noch keine “Umstrukturierung” oder “Restrukturierung” erlebt, die eine Besserung gebracht hätte – eher das Gegenteil. Nächstens mache ich es wie der selige Werner Heine (Sysop der Box “Kloster Eichenau”, 1999 viel zu früh verstorben) und schreibe auch Prognosen auf Zettel, die ich dann wegschließen und nach Monaten wieder hervorholen lasse – wenn sich die Dinge genau so entwickelt haben wie vorausgesagt, trotz aller Dementi.
Fashion Victim
November 16, 2005 um 12:58 pm | In Limette | Kommentare deaktiviert |Bisher war ich immer überzeugt, Mode sei nie ein Thema für mich gewesen, schon gar nicht in den 80ern. Aber gestern hieß es in einem Beitrag über Männerkleidung für Frauen, dass das eine aus den 80ern wiederentdeckte Mode sei, und ich erinnerte mich daran, dass ich nach dem Tod meines Großvaters 1983 mit Vorliebe seine alte Clubjacke und seinen Smoking getragen hatte, und manchmal nur die Smokingweste als Accessoire zu Herrenhemd und Rock. Komplett “en vogue” also, wenn auch eher zufällig. Und eine Kommentarflut bei Melody zum Thema “umgenähte Hosen” brachte schauerliche Erinnerungen hoch an uncoole umgenähte Kinderhosen und daran, dass ich mir Mitte der 80er freiwillig meine erste selbst gekaufte schwarze Marken-Samtjeans, die in einem gemäßigten Bootcut geschnitten war, nach 1 Jahr Tragen unten verengt, gekürzt und in eine Art Wurstpellen-Karottenhose verwandelt hatte – und das dann auch noch schön fand. Autsch. Und dann war da noch das Thema Leggins… (als ich die erstmalig trug, hießen sie allerdings noch Gymnasikhosen und waren nur in barmherzigem Schwarz zu haben.)
Mehr Mehrwertsteuer
November 11, 2005 um 5:19 pm | In Limette | Kommentare deaktiviert |Heute nacht alpträumte ich, dass eine politische Geheim-Beobachterin mir im Vertrauen erzählte, die Koalitionspartner hätten sich auf eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 60% geeinigt. Ich war entsetzt und fragte mich, welche Auswirkungen das vor allem auf kleinere Händler haben würde – und fand dann tagsüber die 19 % aus den Radionachrichten vergleichsweise harmlos… immer noch unter Österreicher Niveau. Aber wenn wir so weitermachen, sind die 60 % irgendwann mal Realität… steigt sowas eigentlich konstant, oder bricht das System zusammen, noch bevor die 60 % (oder 90 % oder …?) ereicht sind?
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