Energiewichtelbestellung
November 21, 2001 um 3:54 pm | In Glas | Kommentare deaktiviert |Bleierne Müdigkeit und (hoffentlich nur vorübergehende) akute Hirnzellenlähmung. Stelle fest, daß Tempoverbrauch immer noch über normal ist und Telefonate von Husten begleitet sind. Glaube eine mögliche Ursache für Müdigkeit und HZL entdeckt zu haben. Debatte mit Kundin, warum es NICHT sinnvoll ist, eine Webpage als GIF ins Netz zu stellen, obwohl es für mich natürlich wesentlich einfacher und weniger arbeitsaufwendig wäre. Die Arbeit hätte der Grafiker, der jede Änderung machen muß
(der Umstand, daß die Seite übergangsweise genau SO im Netz stand und wir uns dann beide aus guten Gründen geeinigt hatten, sie so weit wie möglich in HTML zu machen, scheint aus einer parallelen Realität zu stammen…) Wo kann ich Energiewichtel bestellen?
Ordnung im Chaos
November 17, 2001 um 3:29 am | In Limette | Kommentare deaktiviert |Angeregt durch einen persönlichen Briefwechsel über die reinigende und wohltuende Wirkung des Aufräumens erinnerte ich mich an einen Artikel über das legendäre Chaos des Prager Sportredakteurs und Zeitungs-Herausgebers Jimmy Vrba, das der Zeitung in dem Fall sogar die Verwüstung der Verlagsräume durch tschechische Nationalisten ersparte, die nach einem Blick in Vrbas Büro irrtümlich annahmen, ihre Kollegen hätten schon ganze Arbeit geleistet und unverrichteter Dinge abzogen. Leider ist das Original des Artikels einer Aufräum-Aktion zum Opfer gefallen, und im Netz fand ich nur eine englische Zusammenfassung. Zitat aus dem Artikel:
For all those veterans of failed resolutions to maintain neat and orderly workspaces, peace of mind is near: a recent article in Der Spiegel magazine maintains that people whose desks (and surrounding areas) are awash with paper and assorted tools of their trade are actually better organized and essentially more orderly than their neatnik counterparts.
Ich kenne das auch als “Ordnung ist was für kleine Geister – ein Genie überblickt das Chaos”
Aber von Jimmy Vrba hat vermutlich auch niemand verlangt, Steuererklärungen zu erstellen oder Rechnungen zu bezahlen…
DSL – ich bin drin
November 17, 2001 um 2:30 am | In Technik | Kommentare deaktiviert |Ach, was kann das Leben doch schön sein. Da kommt man spätabends nach Hause und denkt sich “ach, installierst du mal eben noch den NetGear RT 314 Router, damit das mit dem DSL endlich geht” und stöpselst ein (Splitter und DSL-Modem warten schon seit Tagen gespannt und grün blinkend auf ihren Einsatz), legst Kabel, klebst sie am Boden fest, damit keiner drüberfällt, bis schließlich der Router Strom hat und alle PCs dranhängen. So weit, so gut. Dann TCP/IP-Eigenschaften geändert auf automatischen Bezug der IP-Adresse, einer mault nach der Win98-CD, kriegt er, durchgebootet, PCs kennen sich gegenseitig noch, Browser aufgerufen und IP-Adresse zur Routerkonfiguration. PPP gewählt, Benutzername/Kennwort eingegeben, versucht, die Website des Herstellers aufzurufen, geht nicht. War wohl doch zu einfach. Also die T-DSL-CD der deutschen Telekom bemüht, mich durch langweiliges Blabla geklickt, bis ich in der FAQ den entscheidenden Hinweis finde: der Benutzername trägt ein @t-online.de am Ende, also muß ich auch PPP over Ethernet (PPPoE) wählen. Geändert, Tippfehler im Benutzernamen korrigiert, gespannt wieder auf die Seite des Herstellers geklickt, und was soll ich sagen…
“Ich bin drin!”
insert Veitstanz here
Und das, ohne daß ich die T-Online-Software hätte installieren müssen oder auch nur einen Rechner aufmachen. Kann also nur empfehlen, wenn noch jemand sowieso schon ein Ethernet-Netzwerk hat, nicht einen PC zum Router machen, sondern einen Hardware-Router kaufen. Firewall schon eingebaut und auch nicht viel teurer als die zusätzliche Netzwerkkarte für den PC (ca. 329 DM netto) – und zudem muß man nicht ständig einen PC als Gateway anhaben.
Klasse… Mail, WWW, ICQ… alles geht, nie mehr Einwählen, nur noch ein paar mehr Kabel und Kästchen als Stolperfallen, aber das kriege ich auch noch irgendwie aufgeräumt.
Manchmal können einem die einfachen Dinge wirklich viel Freude machen…
Link-Disclaimer nutzlos?
November 16, 2001 um 11:51 pm | In Technik | Kommentare deaktiviert |“Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten hat.”
So beginnen zahlreiche Disclaimer, die den Site-Betreiber vor rechtlichen Folgen durch das Setzen von Links schützen sollen und laut diesem Artikel über die Wirksamkeit von Disclaimern für Webseiten völlig nutzlos sind. Zitat:
“Im zitierten Urteil des LG Hamburgs wird allerdings unmißverständlich festgestellt, daß die Anbringung eines derartigen Disclaimers gerade nicht ausreichend ist, um sich von fremden Inhalten zu distanzieren. Bestenfalls also ist der Disclaimer wirkungslos und damit überflüssig. Schlimmstenfalls ist er ein Indiz für vorhandenes Unrechtsbewußtsein. Denn die Existenz eines Disclaimers zeigt, daß sich der Website-Betreiber offenbar der Möglichkeit
bewußt war, daß Links auf strafrechtlich relevante Inhalte verweisen könnten. – Im übrigen wurde das Urteil niemals rechtskräftig, denn die Parteien haben sich schließlich in einem Vergleich geeinigt.”
Pu der Bär wird 75
November 7, 2001 um 6:06 pm | In Limette | Kommentare deaktiviert |Wie peinlich. Da wird mein Lieblingsbär 75 Jahre alt, und ich weiß nichts davon, stolpere nur zufällig über die Info… Asche auf mein Haupt!
Um das wenigstens ein bißchen wieder gutzumachen, hier mein liebstes Pooh-Zitat, das ich ab und zu auch als Signatur benutze:
“It is, as far as he knows, the only way of coming downstairs,
but sometimes he feels that there really is another way,
if only he could stop bumping for a moment and think of it.”
(A. A. Milne, Winnie-The-Pooh)
Was das angeht, haben wir wohl alle viel mit Pooh gemeinsam… wir schlagen auch ständig mit dem Kopf auf irgendwelche Treppenstufen, lassen uns von anderen durchs Leben schleifen (seien es nun Eltern, Chefs, Lebenspartner oder auch nur der innere Schweinehund) und kommen vor lauter Gepolter und Gehopse nicht dazu, darüber nachzudenken, ob es nicht vielleicht doch noch einen anderen Weg gäbe.
The Tower
November 2, 2001 um 3:27 am | In Pitu | Kommentare deaktiviert |Wer sich mit Tarot beschäftigt, kennt die Karte: Ein brennender Turm und ein Paar, das von diesem Turm abstürzt. Wie viele andere auch hat mich eines der Schreckensbilder vom 11. September ganz besonders verfolgt: zwei Menschen, winzigklein auf die Entfernung, die aus dem rechten Tower des World Trade Centers Hand in Hand in den Tod springen, weil sie keinen anderen Ausweg aus dem flammenden Inferno sehen. Die Parallele zur Tower-Karte im Tarot ist mir allerdings erst gestern aufgefallen – nur mir? Nein. (siehe Link weiter unten)
Zur Bedeutung des Turms im Tarot:
“There are many aspects of the Tower that should remind us of the lessons to be learned within the Death card. All life is change – we can either surrender to this, or fight against it. What the Tower teaches us is that the power of life is undeniable. We can learn our lessons the easy way – by being open and accepting; or we can do things the hard way, clinging to things and ideas that no longer work for us. In that case, life will come along and, like a hurricane batter us with the winds of change till we submit!
So…on a Tower day, we need to be examining ourselves to identify the things we are clinging to that no longer serve us well. We need to be alert to the concepts life itself presents us with. So this day could be one in which people talk relevantly to you, without knowing that they are doing that. Listen carefully for random symbols which will point you in the right direction.
When the Tower rules, it is possible that unexpected events will take place that you hadn’t seen coming. If so, remember that to resist change is to deny life, and bear in mind that life is eventually going to win this battle anyhow – so lie back, relax and accept. And keep your sense of humour close at hand!
Sometimes we will be asked to take a blind leap of faith under the influence of the Tower – remember this card signals breakthrough and extension – growth from experience, and self trust. Whenever you are unsure about your abilities to deal with things, remind yourself what you have already passed through in your life. There’s a river of knowledge flowing through you already.
Affirmation: I trust to myself and to life.”
(Quelle: www.angelpaths.com/majors/tower2.html, aus Google-Cache)
Eine weitere Deutung findet sich bei horoscopes.hypermart.net, hier wird auch auf die Verbindung zum WTC-Unglück eingegangen!
Der Turm ist eine Karte, die man ähnlich wie den Tod ungern in einer Tarot-Auslage vorfindet, weil sie eine starke Erschütterung markiert. Altvertrautes gilt plötzlich nicht mehr, die Welt ist mit einemmal fremd, man muß sich völlig neu orientieren, stürzt ab ins Ungewisse. In gewisser Weise gibt es da Parallelen zur Karte des “Gehängten”, der, kopfüber an einem Bein aufgehängt, auch eine neue Sicht der Dinge gewinnt, aber der Turm verkörpert eine gewaltsam von außen herbeigeführte Veränderung.
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